Windkraft für den Taunus

 

 

Was nützt die Landschaft, wenn der Wald stirbt

 

 Im Jahr 2009 wurde in den Wäldern von Weilrod und Grävenwiesbach für ca. 270000.- Euro 4230 Tonnen Kalk ausgestreut. Diese Maßnahme soll den Wald vor der Versauerung des Bodens retten. Die Ursachen für die Versauerung des Bodens sind im Wesentlichen die Schwefel- und Stickoxide aus der Verbrennung fossiler Energieträger.

 

Selbstverständlich sind wir auch dafür dem Wald jede Hilfe zu gewähren, aber intelligenter und zukunftsfähig ist es bei den Ursachen anzusetzen, der Reduzierung und dem Ersatz von fossilen Energieträgern.

Wind oder Kohle, das ist die Frage

Jede Kilowattstunde Strom, die von einer Windkraftanlage erzeugt wird, ersetzt ca. 0,36 kg Steinkohle. Eine Windkraftanlage mit 1,5 MW Leistung ersetzt im Binnenland je nach Standort zwischen 800 und 1000 Tonnen Steinkohle im Jahr.

 

Windkraftanlagen erzeugen in wenigen Monaten soviel Energie, wie für ihre Herstellung nötig sind. Den Rest ihrer Betriebszeit erzeugen sie Strom ohne klima- und bodenschädliche Emissionen.

Landschaftsschutz ja, aber wie?

 Die Gegner von Windkraftanlagen im Hochtaunuskreis führen als Hauptargument gegen Windkraft die Verschandelung der Landschaft an. Das ist das einzige Argument, das mit sachlichen Begründungen nicht zu widerlegen ist.

 

Den Landschaftsschutz gegen umweltschützende Techniken auszuspielen ist kurzsichtig. Die wirklichen Bedrohungen für die Landschaft gehen von ganz anderen Faktoren aus. Die Zersiedelung, die schwierige Lage der Landwirtschaft, der Verkehr und das Waldsterben bedrohen die Landschaft in viel größerem Maß als die Windkraft. Mit diesem Argument lässt sich der Ausbau der Windkraft vielleicht verzögern aber nicht aufhalten.

Wir brauchen die Windkraft, auch im Taunus


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